„Nach der CoeMBO ist vor der CoeMBO“

Knapp 2000 Besucher im Schulzentrum / Aussteller und Besucher begeistert / Fortsetzung geplant

AZ vom 05.12.2011/Jessica Demmer

05 12 2011

Machten mit bei der Fotoaktion der Stiftung Haus Hall: Projektkoordinator Jochen Theisen (im Rollstuhl), Bürgermeister Heinz Öhmann (l.) und Beigeordneter Dr. Thomas Robers (2.v.r.). Foto: Lisa Oenning

COESFELD. Da mag manch ein Besucher der CoeMBO gestaunt haben. Projektkoordinator Jochen Theisen sitzt im Rollstuhl, Bürgermeister Heinz Öhmann und Beigeordneter Dr. Thomas Robers schieben ihn an. Aber alles nur für ein Foto – am Stand der Stiftung Haus Hall. „Der Rollstuhl ist ein Symbol unserer Arbeit. Hier können die Besucher diese hautnah erleben“, erklärt Pressesprecher Michel Hülskemper.

Zum ersten Mal hat sich die Stiftung auf einer solchen Messe zur Bildungs und Berufsorientierung präsentiert. „Seit dem Wegfall des Zivildienstes müssen wir uns verstärkt um den Nachwuchs kümmern.“ Für Beigeordneten Dr. Thomas Robers genau der richtige Rahmen. „Die CoeMBO ist wirklich die ideale Plattform.“

Knapp 2000 Menschen, so schätzt Jochen Theisen, haben am Samstag den Weg in das Schulzentrum gefunden. „Wir hatten kurzfristig zwei Absagen von Ausstellern, aber die Lücken haben wir dank einer kleinen Reserveliste sofort aufgefüllt.“ Somit konnten sich die Interessenten an 85 Ständen über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten jeglicher Art informieren.

Viele Jugendliche sind mit Freunden oder der Familie gekommen. Wie zum Beispiel Annika Egger mit ihrer Mutter Annette. Zusammen halten sie einen bunt markierten Ausdruck mit den Ständen und Vorträgen der CoeMBO in den Händen. „Wir interessieren uns gezielt für ein duales Studium“, berichtet Annette Egger. Annika ergänzt: „Wir haben schon einen Vortrag gehört und uns an vielen Ständen informiert.“ Annika gehört zum Doppeljahrgang 2013. „Da ist es wichtig, sich früh zu orientieren.“ Beide waren von der Messe begeistert. „Also das Angebot ist super und sehr gut sortiert“, zieht Mutter Annette ein Fazit.

Zu diesem Schluss kommen nicht nur die Besucher, sondern auch die Aussteller wie Udo Scherzer, Karriereberater der Bundeswehr. „Wir sind froh, dass wir hier zu dritt an unserem Stand stehen. Es macht Spaß, sich mit den Jugendlichen zusammenzusetzen.“

05 12 2011 3

Gut besucht war die erste Coesfelder Messe zur Bildungs- und Berufsorientierung. Foto:jd

Für genauere und umfassendere Informationen verteilten die Organisatoren Fragebögen an Besucher und Aussteller. „Das Feedback ist uns wirklich sehr wichtig“, sagt Jochen Theisen. „Damit wird die Steuerungsgruppe zeitnah entscheiden, ob die Messe jährlich oder alle zwei Jahre stattfindet.“ Für den Projektkoordinator steht hingegen schon längst fest: „Die CoeMBO ist hervorragend gelaufen. Das THW hat das Parkraummanagement übernommen. So konnte ein Chaos vermieden werden.“ Rund 550 Parkplätze standen zur Verfügung.

Jochen Theisen blickt bereits in die Zukunft und schmiedet neue Pläne, „denn“, so sagt er, „nach der CoeMBO ist vor der CoeMBO.“