Statt einer Messe viele Gesprächstermine

AZ vom 11.07.2020/Ulrike Deusch

CoeMBO soll wegen Corona am 14. November in anderer Form angeboten werden

Logo CoeMBO 250pxCOESFELD. Trotz Corona-Pandemie: Die CoeMBO 2020 soll stattfinden – und ein Datum steht auch schon fest: am 14. November von 10 bis 15 Uhr im Schulzentrum. Doch die beliebte Coesfelder Messe zur Bildungs- und Berufsorientierung, die ihr Zehnjähriges feiert, soll sich in ganz anderer Gestalt als üblich präsentieren – und bis zum Gelingen sind noch ein paar Hürden zu nehmen.

„Wegen der Corona-Pandemie ist eine Messe im üblichen Format nicht möglich“, sagt Messekoordinator Jochen Theisen. „Wir planen stattdessen eine Veranstaltung mit fest terminierten Instipersönlichen Vor-Ort-Gesprächen“, beschreibt er den veränderten Ansatz. Konkret: Jugendliche haben die Chance, mit drei Ausstellern ihrer Wahl jeweils 15 Minuten in den Austausch zu treten, nachdem sie sich online dazu angemeldet haben.

Ein strenges von den Behörden bereits genehmigtes Schutz- und Hygienekonzept ist Voraussetzung für diese Begegnungen. 80 Räume können im Schulzentrum genutzt werden. „Bis zu 1000 Termingespräche werden möglich sein“, rechnet Jochen Theisen vor. Da jeder Jugendliche oder junge Erwachsene eine Begleitperson mitbringen darf, werden bis zu 2000 Personen erreicht. Das sind zwar nur etwa halb so viele Menschen wie sonst pro Jahr über die CoeMBO geschlendert sind. „Aber dafür erhalten sie noch besser als im Trubel an den sonst üblichen Ständen Aufmerksamkeit und können konzentriert gehaltvolle Gespräche führen“, findet Sabine Wessels, die seitens der Stadt Ansprechpartnerin in Sachen CoeMBO ist.

Sie freut sich ebenso wie Theisen, dass es der Steuerungsgruppe gelungen ist, eine Alternative zum üblichen CoeMBO-Konzept zu entwickeln. „Es gibt in diesem Jahr so gut wie keine Angebote zur Berufsorientierung“, schaut Theisen auf die coronabedingt schwierige Gesamtsituation. „Wir möchten einerseits den Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Chance geben, sich umfassend zu informieren und andererseits zur Fachkräfteversorgung unserer regionalen Wirtschaft beitragen.“

Nächste Woche gehen die Einladungen an die Aussteller raus. 150 waren es in 2019 – Unternehmen und Handwerksbetriebe, Schulen und Hochschulen, Institutionen, Behörden und soziale Einrichtungen. Wegen des besonderen Formats können dieses Jahr nur 80 Aussteller teilnehmen. „Mit dieser Zahl sind wir vor zehn Jahren auch an den Start gegangen“, schaut Theisen zurück. 80 Aussteller standen 2019 Jahr allein auf der Warteliste – ein Zeichen dafür, welches Renommee die CoeMBO als drittgrößte Messe ihrer Art in Nordrhein- Westfalen erlangt hat. Kein Wunder, dass Jochen Theisen und Sabine Wessels zuversichtlich sind, dass die benötigten Mindestanzahlen von Teilnahmeanmeldungen (80 für Messepublikationen sowie 40 für Termingespräche) für die Realisierung der CoeMBO 2020 erreicht werden können.

Das wird Mitte August feststehen. Gibt es genügend Teilnahmeanmeldungen, wird vermutlich Anfang Oktober die Homepage freigeschaltet, auf der Interessierte Gesprächstermine buchen können. „Dann werden wir auch zum Beispiel Lehrkräfte und Kollegen aus der städtischen Jugendarbeit bitten, Jugendliche zu begleiten, die sich schwertun, eigenverantwortlich Termine zu vereinbaren“, sagt Sabine Wessels. Wie Jochen Theisen ist sie froh, dass die CoeMBO nicht einfach wegen Corona abgesagt wird. „Es ist schön, dass wir alternative Möglichkeiten entwickeln konnten“, sagt sie. Jetzt heißt es abwarten, wie viele Aussteller Lust auf die etwas andere CoeMBO 2020 haben.

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